Fragen und Antworten

Seit wann gibt es die Morgenstern-Stiftung?
Die „Morgenstern-Stiftung für Künstler in Not“ wurde am 1. Oktober 2009 in Berlin gegründet. Sie ist sowohl als gemeinnützig wie auch mildtätig anerkannt.

Warum heißt die Stiftung eigentlich „Morgenstern-Stiftung“?
Der Begriff Morgenstern leitet sich nicht von einem Familiennamen ab, sondern setzt sich bewusst aus den Wörtern „morgen“ und „Stern“ zusammen: Wir schauen nach vorn, konzentrieren uns auf morgen. Wir sehen den Stern als ein universelles und in allen Kulturen positives Symbol an; ein Symbol von Hoffnung und Hilfe, Freude und Kreativität. Der Morgenstern selbst ist der hellste Lichtpunkt am nächtlichen Himmel – eine zeitlose Orientierungshilfe für alle Menschen. Und so ist auch die Kunst!

Wie ist die Idee für die „Morgenstern-Stiftung  für Künstler in Not“ entstanden?
Der Gründer und Initiator Andreas Bromba ist selbst Künstler (Fotografie und Installationen/Konzeptkunst). Er kennt den schweren Stand, den Künstlerinnen und Künstlern oft haben, aus eigener Erfahrung, ebenso den nicht immer ehrlichen Umgang mit den Kunstschaffenden in Deutschland – deren Werke man will, deren schwierige Lebensumstände man aber oft nicht sehen will.
Das Projekt Morgenstern ist als Idee 2006 entstanden: Ein Projekt von Künstlern für Künstler, um sich gegenseitig zu helfen und zu unterstützen. Die Idee einer Stiftung kam im Februar 2009 während einer kreativen Runde mit Künstlern und Sammlern auf. Die Stiftung ist nun Kern und Motor des „Projektes Morgenstern“.

Was ist das „Projekt Morgenstern“?
Um den Kern des Projektes, der Stiftung, entstanden mehrere „Satelliten“ als Teilprojekte: Das Benefiz-Dinner am Freitag, den 8. Oktober 2010. An diesem Abend gingen wir erstmalig an die Öffentlichkeit und zeigten Flagge – der Stiftungsauftakt! Dieses Dinner wird es wegen der großen Resonanz häufiger geben. Zu dieser wichtigen Auftaktveranstaltung erscheint erstmalig das Morgenstern-Journal (Din A 4/4c, Auflage 10.000). Es berichtet in hochwertiger Gestaltung über die Stiftungsarbeit, zeigt aktuelle Positionen des Kunstgeschehens auf und bietet ebenso Raum viele andere Aspekte aus dem „Kosmos Kunst“! Das Journal erscheint ein- bis zweimal im Jahr. Bisher sind vier Ausgaben erschienen.
Seit November 2011 besteht zentral in Berlin, in der Nähe vom Bahnhof Zoo, die Morgenstern-Galerie: Sie ist der Sitz der Stiftung, Visitenkarte unserer Arbeit und natürlich das Schaufenster für unsere Künstler/innen. Außerdem zeigen wir Gastaustellungen von Künstlerinnen und Künstlern, die schon am Kunstmarkt präsent sind.

Wem wird geholfen?
In erster Linie bildenden Künstlern, also Grafikern, Bildhauern, Malern, Fotografen etc., die unverschuldet in Not geraten sind. Unverschuldet heißt, durch Krankheit, Unfall (evtl. auch Arbeitsunfall), Überfall und höhere Gewalt. Allgemeine finanzielle Not ist laut Satzung kein Kriterium, um sich an die Stiftung zu wenden. Die Hilfe richtet sich selbstverständlich immer an beide Geschlechter und bezieht sich auf in Deutschland lebende und arbeitende Künstlerinnen und Künstler.

Wie kann ich die Morgenstern-Stiftung unterstützen?
Es bestehen die üblichen Möglichkeiten einer gemeinnützigen Stiftung, also finanzielle Zuwendungen in Form von Spenden (werden direkt eingesetzt) und Zustiftungen (erhöhen das Stiftungskapital und werden fest angelegt).
Außerdem besteht die Möglichkeit der Förder-Mitgliedschaft: Diese beträgt 100 € pro Jahr, also ca. 8,30 € im Monat und ist auf 12 Monate begrenzt. Verlängerungen sind natürlich möglich und erwünscht. Dies ist eine gute Möglichkeit für Privatpersonen, sich einzubringen, ohne eine Verpflichtung wie Mitgliedschaft im Beirat einzugehen.

Wie kann ein Unternehmen das Morgenstern-Projekt unterstützen?
Hier gibt es viele Möglichkeiten, z.B. Geld- und Sachsponsoring, Anzeigenschaltung im Morgenstern-Journal (erscheint erstmalig zum Benefiz-Dinner) und die Buchung von Firmentischen im Rahmen eines Benefiz-Dinners. Außerdem besteht natürlich jederzeit die Möglichkeit einer Spende (Sie erhalten eine Spendenquittung).

Wie finanzieren sich Vorstand und Beirat?
Die derzeit Mitglieder des Stiftungsbeirates wie auch der Vorstand Andreas Bromba sind ehrenamtlich tätig und finanzieren sich nicht über Stiftungsgelder. Bei weiterem Wachstum des Morgenstern-Projektes wird ein Modell entstehen,  wie es auch andere Stiftungen haben, mit Projektleitung, Marketing, Mitgliederbetreuung etc.

Wie kommt die Hilfe an?
Vorstand und Beirat treffen sich einmal pro Halbjahr in Berlin (April/Mai und September/Oktober) und entscheiden, welchem Künstler auf welche Weise geholfen werden kann. Der Hilfebedürftige erhält den notwendigen oder möglichen Betrag direkt auf sein Konto. Sollte eine externe Institution benötigt werden, wird dorthin überweisen.

Welche Möglichkeiten der Hilfe gibt es?
Es gibt bisher folgende drei Möglichkeiten:

Einmaliger finanzieller Zuschuß, um die gröbste Not zu lindern, z.B. zur Behandlung einer schweren Krankheit.
Projekthilfe, d.h. finanzielle, evtl. auch organisatorische und rechtliche Hilfe, bis zur endgültigen Lösung eines Falles.
Temporäre Hilfe: Es wird ein Zeitraum definiert, in dem der Fall abgeschlossen sein muß.

Wie kann sich ein Künstler/eine Künstlerin an die Stiftung wenden?
Derzeit genügt es, schriftlich per Post kurz zu beschreiben, warum eine Hilfe notwendig ist. In jedem Falle muß im Erstkontakt eine Künstler-Vita angefügt werden.  In der nächstmöglichen Beiratssitzung in Berlin wird entschieden, ob geholfen werden kann. In diesem Fall nimmt der Vorstand dann mit dem Künstler Kontakt auf.

Welchem Personenkreis kann geholfen werden?
In erster Linie bildenden Künstlern, also Grafikern, Bildhauern, Malern, Fotografen (jeweils m/w) etc., die unverschuldet in Not geraten sind. Unverschuldet heißt, durch Krankheit, Unfall (evtl. auch Arbeitsunfall), Überfall und höhere Gewalt. Im Einzellfall haben wir auch schon die Kinder von Künstlern unterstützt, wenn die Eltern selbst dazu finanziell nicht in der Lage waren.

Allgemeine finanzielle Not ist laut Satzung kein Kriterium, um sich an die Stiftung zu wenden. Die Hilfe richtet sich selbstverständlich immer an beide Geschlechter und bezieht sich auf in Deutschland lebende und arbeitende Künstlerinnen und Künstler.